Diese systematische Übersichtsarbeit analysiert 14 randomisierte kontrollierte Studien zur Anwendung von Photobiomodulation (PBM) bei chronischen Schmerzen wie Fibromyalgie, neuropathischen Beschwerden, muskuloskelettalen Erkrankungen und orofazialen Schmerzen post-COVID-19. PBM nutzt rotes bis nahinfrarotes Licht, um zelluläre Prozesse zu stimulieren, Entzündungen zu reduzieren und Schmerzempfindungen zu modulieren. Studieergebnisse zeigen eine signifikante Schmerzreduktion in den meisten eingeschlossenen Studien, insbesondere bei Fibromyalgie und peripheren Neuropathien, gemessen mit validierten Skalen wie VAS, NRS oder spezifischen neuropathischen Schmerz-Instrumenten. Einige Studien berichten zudem verbesserte Funktion, gesteigerte Lebensqualität und verminderte Tender Points. Die Verfahren erwiesen sich als sicher, da keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auftraten. Die heterogenen Studiendesigns, variierenden PBM-Parameter (Wellenlänge 660–905 nm, Energiedosis 4–130 J/cm²), Unterschiede in der Behandlungsfrequenz und-Dauer sowie kleine Stichproben erschweren jedoch verbindliche Therapieempfehlungen. Die Autoren betonen die Notwendigkeit standardisierter Protokolle, größerer multizentrischer Studien und längerer Nachbeobachtungen, um PBM als evidenzbasierte Option in der multimodalen Schmerztherapie zu etablieren.
Ferreira LMA, Oliveira ABC, Mendes JJB, Costa GV, Silva IR, Santos GN, Pereira GS, Silva ML. Photobiomodulation in chronic pain: a systematic review of randomized clinical trials. Front Integr Neurosci. 2026 Feb 3;20:1717372. doi: 10.3389/fnint.2026.1717372. PMID: 41710353; PMCID: PMC12909510.