Diese randomisierte kontrollierte Studie an gesunden kanadischen Erwachsenen testete eine ‚Restore-Diät‘, die wesentliche Charakteristika nicht-industrieller Diäten nachahmt, sowie die Supplementierung mit dem Bakterium Limosilactobacillus reuteri aus Papua-Neuguinea. Die Diät reduzierte zwar die Vielfalt des Darmmikrobioms, förderte jedoch die Persistenz von L. reuteri PB-W1 und stellte mehrere mikrobiombezogene Veränderungen durch Industrialisierung wieder her. Zudem verbesserten sich plasma-basierte mikrobielle Metabolite, die mit chronisch nicht-übertragbaren Krankheiten assoziiert sind. Deutliche kardiometabolische Vorteile wurden unabhängig von der Bakteriensupplementierung beobachtet, wobei Baseline- und diät-responsives Mikrobiom Merkmale diese Effekte vorhersagen konnten. Die Ergebnisse unterstreichen, dass eine gezielte diätetische Modulation des Darmmikrobioms zur Verbesserung der Wirts-Mikrobiom-Interaktionen beiträgt und dabei möglicherweise zur Prävention chronischer Erkrankungen eingesetzt werden kann.
Cholesterinsenkende Wirkung von Hafer und metabolisches Syndrom
In zwei parallel durchgeführten randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 68 Teilnehmern mit metabolischem Syndrom zeigte eine kurzfristige, hochdosierte Haferdiät (3 Mahlzeiten á 100 g Hafer über 2 Tage) eine deutliche Erhöhung der plasmaferulasäure (FA) und Dihydroferulasäure (DHFA) Spiegel sowie eine