Die Studie analysierte 21 randomisierte kontrollierte Studien mit 3309 hospitalisierten älteren Patienten (≥65 Jahre), die unterschiedliche akute Erkrankungen hatten und Risiken für Mangelernährung zeigten. Verglichen wurden orale Ernährungsinterventionen wie zusätzliche Proteine, Energiesupplemente, orale Ernährungssupplemente (ONS), individualisierte Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme und umfassende individuelle Ernährungsbetreuung. ONS zeigten eine signifikante Reduktion der Gesamtmortalität (Risikoquote RR 0,46; 95%-KI 0,25 bis 0,84), was 57 Todesfälle pro 1000 Patienten weniger entspricht. Zudem reduzierten ONS schwere unerwünschte Ereignisse (RR 0,56; 95%-KI 0,32 bis 0,95). Andere Interventionen, einschließlich umfassender individueller Betreuung, hatten wenig bis keine Wirkung auf Mortalität und funktionelle Ergebnisse wie Aktivitäten des täglichen Lebens. Die Autoren empfehlen größere, methodisch robuste Studien zum Vergleich von ernährungstherapeutischen Maßnahmen untereinander und mit Standardversorgung, um die Effektivität besser zu beurteilen.
Kiesswetter E, Schwarzer G, Stadelmaier J, Lohner S, Grummich K, Dagnelie PC, Beck AM, Beelen J, Botella-Carretero JI, Faxén-Irving G, Hickson M, Iff S, Johansen A, Sharma Y, Sorensen JM, Kaegi-Braun N, Wunderle C, Bongaerts B, Meerpohl JJ, Norman K, Schuetz P, Torbahn G, Visser M, Volkert D, Schwingshackl L. Oral nutritional interventions in hospitalised older people at nutritional risk: a network meta-analysis of individual participant data. Cochrane Database Syst Rev. 2026 Mar 26;3(3):CD015468. doi: 10.1002/14651858.CD015468.pub2. PMID: 41886673; PMCID: PMC13021146.