In einer bevölkerungsbasierten Studie mit 991 Teilnehmern aus Framingham (Alter 50–90 Jahre) wurden Meniskusschäden des rechten Knies mittels 1,5-Tesla-MRT erfasst. Die Prävalenz von Meniskusrissen oder -zerstörung stieg mit dem Alter signifikant an, von 19 % bei Frauen 50–59 Jahren bis 56 % bei Männern 70–90 Jahren. Auch ohne vorherige Knieoperationen änderte sich diese Verteilung kaum. Bei Vorliegen radiografischer Gonarthrose (Kellgren-Lawrence ≥2) betrug die Prävalenz von Meniskusschäden 63 % bei Personen mit Knieschmerzen und 60 % ohne Symptome. Ohne radiografische Gonarthrose lagen die Werte bei 32 % (symptomatisch) bzw. 23 % (asymptomatisch). Wichtig ist, dass 61 % der Personen mit Meniskusrissen keine Knieschmerzen, -steifigkeit oder -beschwerden im letzten Monat angaben. Dies zeigt, dass Meniskusschäden auf MRT-Bildern häufige Zufallsbefunde sind, deren Präsenz nicht zwangsläufig mit klinischen Symptomen korreliert und mit dem Alter zunimmt.
Englund M, Guermazi A, Gale D, Hunter DJ, Aliabadi P, Clancy M, Felson DT. Incidental meniscal findings on knee MRI in middle-aged and elderly persons. N Engl J Med. 2008 Sep 11;359(11):1108-15. doi: 10.1056/NEJMoa0800777. PMID: 18784100; PMCID: PMC2897006.