In einer US-amerikanischen Kohortenstudie mit 417 jungen Erwachsenen (18–24 Jahre) wurde über 2 Wochen die Social-Media-Nutzung von Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok und X objektiv erfasst. Im Anschluss konnten 295 Teilnehmer eine freiwillige einwöchige Social-Media-Detox durchführen. Diese Reduktion der Nutzung führte zu einer signifikanten Abnahme der Symptome von Angst (-16,1%, Cohen d -0,44), Depression (-24,8%, Cohen d -0,37) und Schlaflosigkeit (-14,5%, Cohen d -0,44). Die Einsamkeit veränderte sich jedoch nicht signifikant. Verhaltensänderungen waren gering und zeigten eine leichte Zunahme der Verweildauer zu Hause sowie der Bildschirmzeit. Die Ergebnisse unterstreichen den potenziellen Nutzen einer kurzfristigen Reduktion der Social-Media-Nutzung zur Verbesserung jugendlicher psychischer Gesundheit, wobei die Nachhaltigkeit dieser Effekte und deren Verhaltenszusammenhänge weiterer Untersuchungen bedarf.
Männliche Fruchtbarkeit, geistige Gesundheit (mental health) und sexuelle Funktion
Sinkende Geburtenraten lenken die Aufmerksamkeit auf die reproduktive Gesundheit von Männern, wobei Unfruchtbarkeit längst überfällige Aufmerksamkeit erhält. Neben genetischen und umweltbedingten Faktoren ist der Lebensstil ein wichtiger Risikofaktor. Die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Lebensstil und psychischer Gesundheit (mental health) und