Ziel der systematischen Übersichtsarbeit war es, die Wirkung von Bewegung auf Zytokinprofile bei Überlebenden von Brustkrebs zu untersuchen. Insgesamt wurden elf randomisierte kontrollierte Studien mit 481 aktiv trainierenden und 240 Kontrollpersonen ausgewertet, die verschiedene Bewegungsformen wie Ausdauertraining, Krafttraining, eine Kombination beider sowie Tai Chi und Yoga umfassten. Die Trainingsdauer reichte von 8 bis 52 Wochen, meist 12–15 Wochen, mit durchschnittlich drei Einheiten à 55 Minuten pro Woche. Die Qualität der Studien war moderat bis gut (PEDro-Score durchschnittlich 6,5). Die Bewegung führte zu signifikanten Verbesserungen der Immunparameter, insbesondere zu einer Verringerung der Serumkonzentrationen proinflammatorischer Zytokine wie Interleukin-15 (IL-15), MIF (macrophage migration inhibitory factor) sowie zu einer Reduktion von TNF-α exprimierenden NK- und NKT-Zellen. Der IL-10/TNF-α-Quotient wurde verbessert, was auf ein günstigeres entzündliches Milieu hindeutet. Neben den klassischen Trainingsformen zeigten auch Tai Chi und Yoga positive immunologische Effekte. Die Studie bestätigt somit, dass Bewegungstherapie eine sinnvolle Intervention für Brustkrebspatientinnen darstellt, um immunologische Dysbalancen durch Krebserkrankung und deren Therapien zu verbessern und möglicherweise das Risiko für Rückfälle zu reduzieren.
Extrakorporale Stoßwellentherapie bei Sportlern und körperlich aktiven Personen
Die Studie untersucht die Wirksamkeit der extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) bei Sportlern und körperlich aktiven Personen durch eine systematische Überprüfung von 56 Studien mit insgesamt 1874 Teilnehmern. Ergebnisse deuten darauf hin, dass ESWT besonders bei plantarem Fasziitis, lateraler Epicondylitis und proximaler