Arthritis als chronische Erkrankung wird häufig reaktiv mittels medikamentöser symptomatischer Behandlung versorgt, obwohl systemische Entzündungen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Schlafstörungen wesentliche Ursachen sind. Die vorliegende narrative Übersichtsarbeit wertete randomisierte kontrollierte Studien, Metaanalysen und Kohortenstudien von 2000 bis 2025 aus, um Effekte von Lifestyle-Interventionen zu erfassen. Anti-inflammatorische Ernährungsweisen zeigten deutliche Reduktionen von Entzündungsmarkern und Verbesserung der Symptomschwere. Nahrungsergänzungen mit Curcumin, Glucosamin und Boswellia führten zu moderaten Schmerzlinderungen und zeigten eine günstige Sicherheitsbilanz. Widerstandstraining und Tai Chi verbesserten Muskelkraft, Mobilität und Schmerzen, zudem förderten sie das Gleichgewicht. Schlafdefizite korrelierten mit verstärkten Schmerzen und Entzündungen, während verhaltenstherapeutische Schlafmaßnahmen eine Schmerzreduktion bewirkten. Insgesamt ist Lifestyle-Medizin eine sichere, wirkungsvolle und praktikable Ergänzung in der Arthrose- und Arthritis-Behandlung, besonders durch Ernährungs- und Bewegungsprogramme.
Psychologische Faktoren, Prähabilitation und chirurgische Ergebnisse
Die Studie untersucht die Bedeutung von psychologischen Faktoren und prähabilitativen Maßnahmen für chirurgische Ergebnisse, insbesondere bei Krebspatienten. Dabei wird ein multimodales Online-Prähabilitationsprogramm vorgestellt, das darauf abzielt, die physischen und mentalen Voraussetzungen der Patienten vor einer Operation zu verbessern. Erste Ergebnisse