Die Studie evaluiert die Wirksamkeit eines multikomponenten Prähabilitationsprogramms bei Patienten, die sich einer Operation wegen Lumboischialgie unterziehen. Das Programm kombiniert therapeutische Übungen, Rückenschulung und Schmerzneurowissenschaftliche Aufklärung (PNE), vermittelt als Video zu Hause, im Vergleich zu einem Kontrollprogramm mit schriftlichen Übungsanweisungen. Die randomisierte kontrollierte Parallelstudie mit 100 Patienten aus spanischen Krankenhäusern nimmt ein breites Spektrum von Outcomes in den Blick: Primärer Endpunkt ist die Beeinträchtigung gemessen mit der spanischen Oswestry Disability Index-Version (ODI). Sekundäre Endpunkte umfassen Schmerzintensität (Short Form McGill Pain Questionnaire, NRS), gesundheitsbezogene Lebensqualität (EQ-5D), Angstvermeidung (FABQ), Kinesiophobie (TSK-11), Katastrophisieren, Angst und Depression (HADS), körperliche Aktivität (IPAQ-SF) und Patienten-Zufriedenheit (PGIC). Das Prähabprogramm ist über 4 Wochen mit 5 wöchentlichen therapeutischen Übungssitzungen angelegt, deren Intensität an individuelle Aktivitätslevel angepasst wird. Hierzu erhalten Patienten Videoanleitungen, Rückenschulung und PNE in Form von begleitenden Videos, die helfen sollen, Schmerzängste abzubauen und die Operationserwartung zu verbessern. Das Studiendesign sieht eine Verblindung der Datenerheber und Mehrfachevaluationen bis 12 Monate postoperativ vor. Basierend auf bisherigen Studien und Meta-Analysen wird erwartet, dass dieses videobasierte, leicht zugängliche Programm die Behinderung, Schmerzen und psychosoziale Belastungen im Vergleich zu herkömmlichen schriftlichen Anweisungen deutlich reduziert und gleichzeitig kosten- und patientenfreundlicher ist. Die Ergebnisse sollen Evidenz für die Entwicklung effektiver und praktikabler präoperativer Rehabilitationsprogramme bei Lumboischialgie schaffen.
Auswirkungen von MRT-Befunde auf Patientenwahrnehmung und Therapieentscheidung bei Rückenschmerzen
Die Studie adressiert die steigende Anzahl von Eingriffen und Operationen bei Rückenschmerzen durch unangemessene MRT-Nutzung. In Phase I wurden 44 Patienten in zwei Gruppen unterteilt: eine erhielt eine sachliche Erklärung ihrer MRT-Befunde, die andere wurde beruhigt, dass die Veränderungen normal