In einer gepoolten Analyse von sechs Kohorten mit insgesamt 17.141 Überlebenden von Blasen-, Endometrium-, Nieren-, Lungen-, Mundhöhlen-, Eierstock- und Rektumkrebs wurde der Einfluss moderater bis intensiver Freizeitaktivität (MVPA) nach Krebsdiagnose auf die Krebssterblichkeit untersucht. Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit betrug 10,9 Jahre. Bereits geringe MVPA-Mengen (>0 bis <7,5 MET-Stunden pro Woche) reduzierten das Risiko für krebsbedingte Todesfälle signifikant bei Blasen-, Endometrium- und Lungenkrebspatienten (HR zwischen 0,56 und 0,67). Höhere MVPA-Level, die das Doppelte der empfohlenen körperlichen Aktivität überschritten (>15 MET-Stunden/Woche), waren mit einem weiteren Rückgang der Sterblichkeit bei Mundhöhlen- und Rektumkrebs verbunden (HR 0,39 bzw. 0,57). Auch Patienten mit Nierenkrebs zeigten tendenziell Vorteile, obwohl statistisch nicht signifikant. Zudem konnten Patienten mit Lungen- und Rektumkrebs von einer Aufnahme der empfohlenen MVPA nach Diagnose profitieren, selbst wenn sie davor inaktiv waren. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Förderung von körperlicher Aktivität zur Verbesserung der Überlebenschancen und Gesundheit von Krebspatienten.