In einer kontrollierten Laborstudie mit 20 gesunden Erwachsenen wurde der Effekt eines einstündigen Mittagsschlafs auf die synaptische Homöostase und associative synaptische Plastizität im menschlichen Kortex untersucht. Mittels transkranieller Magnetstimulation (TMS) und EEG wurden die Netto-Synapsenstärke (über TMS-geleitete kortikospinale Erregbarkeit und Theta-Aktivität im Wach-EEG) und die Induzierbarkeit von LTP-ähnlicher Plastizität (über PAS-induzierte motorische evozierten Potentiale) gemessen. Nach dem Schlaf zeigte sich ein Rückgang der Netto-Synapsenstärke, erkennbar an der erhöhten Intensität, die notwendig war, um MEPs zu erzeugen, sowie reduzierte Theta-Aktivität. Gleichzeitig war die Fähigkeit zur LTP-ähnlichen Plastizität signifikant erhöht, gemessen an stärkeren PAS-induzierten MEP-Veränderungen. Die Ergebnisse belegen, dass bereits ein kurzer Nap regenerierende Wirkung hat, die renormierende und restorative Wirkung des Schlafs auf synaptische Homöostase und associative Plastizität im Cortex fördert und somit Lern- und Gedächtnisprozesse unterstützen kann.
Laufdistanzen und Laufverletzungen
In einer 18-monatigen Kohortenstudie mit 5205 erwachsenen Läufern (durchschnittliches Alter 45,8 Jahre, 22 % Frauen) wurden mittels Garmin-Daten relative Veränderungen der Laufdistanzen analysiert, um deren Einfluss auf Laufverletzungen zu untersuchen. Die Läufer wurden in vier Kategorien eingeteilt, je nach prozentualer