Diese prospektive Kohortenstudie untersuchte 20.645 europäische Erwachsene mittleren und höheren Alters über einen medianen Zeitraum von 9,5 Jahren. Ziel war es, den Einfluss von Depression und körperlicher Aktivität (PA) unterschiedlicher Intensitäten auf das Risiko von Herzerkrankungen zu bewerten. Depressionen wurden mit der EURO-D 12-Item Skala gemessen, während körperliche Aktivitäten und Herzkrankheitsdiagnosen selbst berichteten wurden. Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen eingeteilt: (1) Depression und niedrige PA, (2) keine Depression und niedrige PA, (3) Depression und moderate/hohe PA, und (4) keine Depression und moderate/hohe PA. Die Ergebnisse zeigten, dass sowohl moderate als auch intensive körperliche Aktivität das Risiko für Herzkrankheiten bei depressiven Personen signifikant senkten. Der größte Rückgang des Risikos wurde bei Teilnehmern ohne Depression und mit moderater bis hoher PA gefunden. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von körperlicher Aktivität als potenzielle Interventionsstrategie zur Risikomanagement von Herzerkrankungen bei depressiven Menschen.
Vitamin B3-Derivate und Chemotherapie-Resistenz
Nicotinamid adenindinukleotid (NAD+) ist ein zentraler Cofaktor für Zellstoffwechsel und Stressantwort. Seine Vorstufen aus der Nahrung, bekannt als Vitamin B3-Derivate (NAM, NR, NMN), werden als Nahrungsergänzungsmittel für Energie, Herz- und Nervenschutz vermarktet und oft von Krebspatienten zur Milderung von Chemotherapie-Nebenwirkungen