Diese randomisierte klinische Studie mit 151 Erwachsenen mit primären chronischen Rückenschmerzen (durchschnittliche Schmerzintensität 4,1/10, Schmerzdauer ca. 10 Jahre) verglich Pain Reprocessing Therapy (PRT) mit offenem Placebo und üblicher Behandlung. PRT besteht aus einer Telehealth-Sitzung und acht psychologischen Therapiesitzungen über vier Wochen, die darauf abzielen, die Patienten darin zu unterstützen, den Schmerz als harmlos und durch Gehirnaktivität verursacht zu sehen statt durch Gewebeschädigung. Nach der Behandlung sank die mittlere Schmerzintensität auf 1,18 in der PRT-Gruppe gegenüber 2,84 im Placebo- und 3,13 im üblichen Versorgungsarm, mit großen Effektstärken (Hedges g zwischen -1,14 und -1,74). Zwei Drittel der PRT-Patienten waren nahezu schmerzfrei post Behandlung, gegenüber 20 % bzw. 10 % bei den Kontrollgruppen. Die Schmerzreduktion blieb nach einem Jahr weitgehend erhalten. Funktionelle MRT-Analysen zeigten neurologische Veränderungen in Hirnregionen, die mit Schmerzverarbeitung und Schmerzerwartung verbunden sind. Insgesamt belegen die Ergebnisse, dass eine Veränderung der Schmerzglaubenssätze durch PRT eine substanzielle und langanhaltende Schmerzlinderung bei chronischem Rückenschmerz bewirken kann.
Intranasales Oxytocin und körperliche Intimität fördern Wundheilung und reduzieren Stresshormone
In dieser doppelblinden, randomisiert-kontrollierten Studie mit 80 heterosexuellen Paaren (N=160, Durchschnittsalter 27,6 Jahre) wurden 4 kleine Blasenwunden am Unterarm präpariert. Die Teilnehmer erhielten über 7 Tage zweimal täglich intranasales Oxytocin oder Placebo und führten entweder eine positive Partnerinteraktion (Partner Appreciation