Die systematische Review mit 139 eingeschlossenen Studien analysierte insgesamt 19.449 Fußballspieler mit einer Vielzahl von Omics-Methoden. Genomische Untersuchungen identifizierten zahlreiche SNPs in Genen, die mit Ausdauer, Kraft, Verletzungsanfälligkeit und kognitiven Aspekten assoziiert sind, darunter ACE, ACTN3, COL5A1, NOS3 und andere. Proteomische Studien zeigten Marker für Muskelschäden und Entzündungen, während Metabolomik Fatigue- und Energiestoffwechsel-Signaturen identifizierte. Mikrobiomstudien wiesen auf die Bedeutung der Darmflora für Erholung und physiologische Belastbarkeit hin. Die Integration der Omics-Daten ermöglicht personalisierte Trainings-, Ernährungs- und Erholungsstrategien. Trotz der Fortschritte gibt es Limitationen wie geringe Probandenzahlen, methodische Heterogenität und fehlende Diversität der Kohorten (vor allem geringe Frauenrepräsentanz). Zukünftige Forschung sollte sich auf Multi-Omics-Integration, Langzeitstudien, KI-gestützte Analysen und geschlechtsspezifische Ansätze fokussieren. Der Einsatz von CRISPR-Gen-Editing wird als zukünftige, jedoch ethisch kontroverse Möglichkeit diskutiert. Insgesamt verdeutlicht diese Arbeit das Potenzial von Socceromics, Fußball-Leistung und Gesundheit effizient und individuell zu optimieren.
Owen A, Ceylan Hİ, Zmijewski P, Biz C, Sciarretta G, Rossin A, Ruggieri P, De Giorgio A, Trompetto C, Bragazzi NL, Puce L. Socceromics: A Systematic Review of Omics Technologies to Optimize Performance and Health in Soccer. Int J Mol Sci. 2026 Jan 12;27(2):749. doi: 10.3390/ijms27020749. PMID: 41596414; PMCID: PMC12841393.