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    Startseite » Sports Medicine Research » Bone–Brain Axis: Koinzidenz von Depression und Osteoporose

    Bone–Brain Axis: Koinzidenz von Depression und Osteoporose

    Depression und Osteoporose treten häufig gemeinsam auf, insbesondere im Alter, und stellen eine wachsende klinische Herausforderung dar. Die Studie fasst den aktuellen Wissensstand zur Knochen-Hirn-Achse (Bone–Brain Axis) zusammen, einem komplexen neuroendokrinen und immunologischen Kommunikationsweg zwischen Skelett- und Zentralnervensystem. Von der Depression ausgehende Mechanismen wie die chronische Aktivierung der hypothalamisch-hypophysär-adrenalen (HPA) Achse, Überaktivität des sympathischen Nervensystems und persistente Entzündungen führen zu einem Ungleichgewicht im Knochenstoffwechsel, verstärkt durch Verhaltensfaktoren und Nebenwirkungen bestimmter Antidepressiva. Gleichzeitig durchdringen knochenspezifische Signalstoffe wie Osteocalcin, Lipocalin-2 und extrazelluläre Vesikel die Blut-Hirn-Schranke und modulieren Hirnfunktionen, etwa Hippocampus-Neurogenese und Serotonin-Signalwege, welche für Stimmungsregulation entscheidend sind. Die Kommunikation wird zudem von zirkadianen Rhythmen und genetischen Faktoren beeinflusst. Klinisch zeigen Studien, dass depressive Patienten häufig eine verringerte Knochendichte und ein erhöhtes Frakturrisiko aufweisen, während osteoporotische Patienten vermehrt depressive Symptome zeigen. Therapeutisch eröffnen sich durch die Erkenntnisse neue Wege: Neuromodulation mit transkranieller Magnetstimulation, individuell angepasste Bewegungstherapie sowie neuartige Medikamente, die Knochenbotschaften gezielt beeinflussen, könnten sowohl Depression als auch Osteoporose gleichzeitig adressieren. Die Arbeit plädiert für einen integrierten systemischen Behandlungsansatz, der über die traditionelle disziplinäre Trennung hinausgeht und die Gesundheit vulnerabler älterer Menschen verbessert.

    Li P, Gao Y, Zhao X. The Bone-Brain Axis: Novel Insights into the Bidirectional Crosstalk in Depression and Osteoporosis. Biomolecules. 2026 Jan 31;16(2):213. doi: 10.3390/biom16020213. PMID: 41750283; PMCID: PMC12938012.

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