Die Umbrella-Review untersuchte die Wirksamkeit traditioneller chinesischer exercise (TCEs) bei muskuloskelettalen Erkrankungen. Dafür wurden 92 Meta-Analysen mit insgesamt 1.744 randomisierten kontrollierten Studien und 547 verschiedenen Outcome-Zusammenhängen ausgewertet. Am häufigsten wurden Tai-Chi-Interventionen untersucht, gefolgt von gemischten TCEs und Baduanjin. Die Erkrankungen umfassten zehn Kategorien, insbesondere Arthritis.
Die Evidenz war für 23 Zusammenhänge (4,2 %) hoch und für 179 (32,7 %) moderat sicher. Hochsichere Evidenz zeigte Verbesserungen der körperlichen Funktion bei Kniearthrose, der psychischen Gesundheit bei Kniearthrose und Nackenschmerzen sowie der Schlafqualität bei Fibromyalgie. Tai Chi reduzierte zudem chronische Schmerzen und Steifigkeit und erhöhte die Knochendichte bei Osteopenie/Osteoporose. Längere Trainingsdauer, höhere Frequenz und ein moderates bis hohes wöchentliches Trainingsvolumen waren mit größeren Effekten verbunden. Insgesamt sprechen die Ergebnisse für TCEs, besonders Tai Chi, als vielseitige ergänzende Therapie bei muskuloskelettalen Erkrankungen.