Die randomisierte Studie mit 101 jungen, zuvor inaktiven Teilnehmern untersuchte über 24 Wochen die lipidomische Reaktion auf moderates und intensives Training. Ein umfassendes Lipidprofil von 794 Plasma-Lipidarten wurde erstellt. Moderates Training führte zu einer signifikanten Erhöhung von Glycerophospholipiden und Triacylglycerol-Arten, wobei Männer vor allem Glycerophospholipide und Lysophospholipide anstiegen, Frauen dagegen vermehrt Triacylglycerole zeigten. Diese Veränderungen korrelierten mit Verbesserungen der kardiorespiratorischen Fitness (VO2peak). Demgegenüber zeigte intensives Training keine derartigen Lipidmodulationen. Die klassischen Lipidmarker (Gesamtcholesterin, Triglyzeride) blieben bei allen Gruppen konstant. Dies weist darauf hin, dass die gesundheitsfördernde Wirkung von moderatem Ausdauertraining über die gezielte Beeinflussung bestimmter Lipidspezies erfolgt, was geschlechtsspezifische Unterschiede und Trainingsintensität berücksichtigt. Die Studie unterstreicht die Bedeutung einer differenzierten lipidomischen Analyse zur besseren Bewertung von metabolischen Anpassungen an körperliche Aktivität.
Wirksamkeit von Prähabilitationsmaßnahmen
Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Netzwerk- und Komponenten-Netzwerk-Metaanalysen untersuchte die Wirksamkeit verschiedener Prehabilitationsansätze bei Erwachsenen vor größeren operativen Eingriffen. Eingeschlossen wurden 186 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 15.684 Teilnehmenden. Verglichen wurden isolierte und kombinierte Interventionen aus Bewegung, Ernährung sowie kognitiven