Die randomisierte kontrollierte Studie untersuchte die Auswirkungen von Placebo-Effekten bei systemischen Entzündungen, die durch Endotoxine induziert wurden. 124 gesunde Probanden erhielten entweder Ibuprofen oder ein Placebo, jeweils mit positiver oder neutraler ärztlicher Kommunikation über die Behandlung. Die Ergebnisse zeigten, dass positive Erwartungen sowohl bei medikamentöser als auch bei Placebo-Behandlung zu einer Verringerung von körperlichen und affektiven Krankheitssymptomen führten. Weiterhin verstärkten positive Erwartungen die Wirksamkeit von Ibuprofen bei der Linderung affektiver Symptome, jedoch wurden keine Veränderungen in physiologischen Entzündungsmarkern beobachtet. Dies deutet darauf hin, dass die Effekte der Erwartungen hauptsächlich durch psychologische Mechanismen wirken, die nicht direkt das periphere Immunsystem beeinflussen. Die Studie hebt die Bedeutung der Arzt-Patienten-Kommunikation im Behandlungsprozess hervor.
Gewichtsmanagement durch Mahlzeiten-Ersatz-Therapie in der Arztpraxis
Hintergrund der Studie ist die zunehmende Adipositas-Morbidität und ihre Begleiterkrankungen, die dringend alltagstaugliche Therapieansätze erfordern. Das vorgestellte Programm ist überregional, zeitlich unlimitiert und beratergestützt in Arztpraxen implementiert. Schwerpunkte sind eine verhaltensorientierte Ernährungsumstellung ergänzt durch Entspannungs- und Bewegungseinheiten. Die Mahlzeitenersatz-Therapie basiert