Diese Studie beleuchtet die molekulare Regulierung des Cochaperons BAG3 unter mechanischer Belastung in Skelett- und Herzmuskelzellen. BAG3 ist essentiell für die proteostatische Kontrolle über die chaperon-unterstützte selektive Autophagie (CASA). Die Forscher identifizierten, dass mechanischer Stress eine Dephosphorylierung von BAG3 auslöst, welche über phosho-switches die Bildung des CASA-Komplexes fördert. Proteomische Analysen zeigten, dass bestimmte RAB GTPasen, insbesondere RAB7A und RAB11B, kraftabhängige Interaktionspartner von BAG3 sind. Diese RAB-Proteine steuern den Membranverkehr und sind entscheidend für CASA in Muskelzellen. Zudem wird BAG3 auch bei der induzierten Mitophagie dephosphoryliert, womit es an der autophagischen Entfernung beschädigter Mitochondrien im beanspruchten Muskel beteiligt ist. Die Kooperation von BAG3 mit RAB7A erfolgt über eine direkte Interaktion, reguliert durch den Nukleotid-bindenden Zustand von RAB7A und die Bindung an das Autophagosom-Protein LC3B. Weiterhin zeigt die Studie, dass diese Interaktion auch in nicht-muskelzellen relevant ist, und vermutet eine pathophysiologische Rolle bei Charcot-Marie-Tooth-Neuropathie durch eine Überaktivierung von CASA bei Patienten mit einer RAB7A-Mutation.
Negative soziale Bindungen als Risikofaktoren für beschleunigtes biologisches Altern und Multimorbidität
Die Studie analysiert anhand von Ego-Netzwerkdaten und DNA-Methylierungs-basierten epigenetischen Uhren (DunedinPACE und GrimAge2), wie negative soziale Beziehungen („Hassler“) biologisches Altern beschleunigen und mit verschiedenen Gesundheitsparametern verknüpft sind. Rund 30 % der Befragten geben an, mindestens eine negative Bezugsperson im Netzwerk