In einer Meta-Analyse von 27 Ernährungstests aus 11 Studien wurden Effekte von Kohlenhydratmenge und -qualität auf den Schlaf ausgewertet. Eine niedrige Kohlenhydratzufuhr (LCI) führte zu einer signifikanten Erhöhung von Dauer und Anteil des Tiefschlafstadiums N3 (Effektstärken ES = 0,37 und ES = 0,51, p < 0,001), während eine hohe Kohlenhydrataufnahme (HCI) die Dauer und den Anteil der REM-Schlafphase verlängerte (ES = -0,38 bzw. ES = -0,46, p < 0,001). Die Qualität der Kohlenhydrate hatte keinen Einfluss auf die Schlafstadien. Meta-Regressionen zeigten, dass Veränderungen des Kohlenhydratanteils am Tagesenergiebedarf und des glykämischen Loads signifikant die Einschlaflatenz erklärten (R² = 25,87 % bzw. 50,8 %). Änderungen des glykämischen Loads beeinflussten ebenfalls die Schlafqualität (Schlafkontinuität und Effizienz, R² bis 89,2 %). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl die Menge als auch die Qualität von Kohlenhydraten für verschiedene Aspekte des Schlafes relevant sind. Langfristige Interventionen zur Kohlenhydratzufuhr sollten weiter untersucht werden, um nachhaltige Effekte zu klären.
Vlahoyiannis A, Giannaki CD, Sakkas GK, Aphamis G, Andreou E. A Systematic Review, Meta-Analysis and Meta-Regression on the Effects of Carbohydrates on Sleep. Nutrients. 2021 Apr 14;13(4):1283. doi: 10.3390/nu13041283. PMID: 33919698; PMCID: PMC8069918.