Die systematische Übersichtsarbeit untersuchte den Einfluss bewegungsbasierter Interventionen auf chronische postoperativ auftretende Schmerzen (CPSP). Insgesamt wurden 13 randomisierte Studien mit 1.155 Patient:innen aus verschiedenen chirurgischen Bereichen einbezogen. Die Interventionen bestanden überwiegend aus postoperativer körperlicher Aktivität, unterschieden sich jedoch stark hinsichtlich Art, Dauer und Intensität. Die Ergebnisse zeigen, dass körperliche Aktivität das Risiko bzw. die Intensität von CPSP potenziell reduzieren kann, wobei einige Studien klinisch relevante Schmerzverbesserungen berichteten. Allerdings ist die Evidenz insgesamt von niedriger Qualität, unter anderem aufgrund kleiner Stichproben, heterogener Studiendesigns und begrenzter Kontrollgruppen. Zukünftige Studien sollten die Interventionsparameter klar definieren und aktive Kontrollgruppen einbeziehen, um die methodische Stringenz zu erhöhen. Durch die Einbeziehung umfassenderer Schmerzbewertungen lassen sich sowohl die Wirkmechanismen als auch die unterschiedlichen Auswirkungen bei den Patienten untersuchen.
Dennis Muñoz-Vergara, Jenna M Wilson, Alexandria E Cronin, Sarah Jaehwa Park, Yan Ma, Wren M Burton, EunMee Yang, Emma Dubinsky, Peter M Wayne, Kristin L Schreiber, A systematic review of physical activity-based interventions to prevent or reduce chronic post-surgical pain, Pain Medicine, 2026;, pnag050, https://doi.org/10.1093/pm/pnag050