Die Untersuchung umfasst 77 Studien (65 experimentelle, 9 Querschnittsstudien, 3 Kohortenstudien) mit insgesamt über 16.000 Teilnehmern. Alle Kohortenstudien und acht der neun Querschnittsstudien berichteten über signifikante positive Zusammenhänge zwischen dem Konsum von zugesetztem Zucker und dem Risiko kognitiver Beeinträchtigungen. Im Gegensatz dazu zeigten vier Studien, dass der Konsum von natürlich fructosehaltigen Lebensmitteln mit einem geringeren Risiko für kognitive Defizite einhergeht. Die meisten randomisierten Kontrollstudien konzentrierten sich auf kurzfristige Effekte von Glukose, die eine Regulierung des Blutzuckerspiegels nahelegen, der individuell für eine optimale kognitive Funktion angepasst sein sollte. Die Metaanalyse demonstrierte eine signifikante Verbesserung des sofortigen freien Abrufs von Informationen nach Glukoseaufnahme (p = 0,002). Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass ein übermäßiger und langfristiger Konsum von zugesetztem Zucker oder auch pränatale Aufnahme möglicherweise schädlich für die kognitive Leistungsfähigkeit ist. Weitere Studien sind notwendig, um die spezifischen Effekte freier und zugesetzter Zucker auf die Kognition detaillierter zu verstehen.
Keine Schwächung der Rumpfmuskulatur durch lumbosakrale Orthesen
Die systematische Übersichtsarbeit untersuchte 35 Studien, um die Auswirkungen von lumbosakralen Orthesen auf die Muskelaktivität und -stärke im Rumpf zu bewerten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Verwendung von Orthesen häufig zu einer Verringerung oder keinem signifikanten Unterschied in der EMG-Aktivität