In dieser Studie wurden 7.169 Gichtpatienten aus der UK Biobank mit 21.507 alters- und geschlechtsgematchten Kontrollpersonen ohne Gicht verglichen, um das Krebsrisiko zu analysieren. Die Auswertung mittels Cox-Regression zeigte, dass Gicht mit einem um 7,5 % erhöhten Krebsrisiko verbunden ist (HR=1,075; 95%-KI: 1,013–1,140). Bei 6.105 Gichtpatienten wurde zudem der Einfluss eines gesunden Lebensstils untersucht, gemessen am Healthy Lifestyle Score (HLS), der acht gesundheitsfördernde Faktoren umfasst. Ein hoher HLS war mit einem signifikant niedrigeren Krebsrisiko assoziiert (HR=0,825; 95%-KI: 0,717–0,948). Besonders stark war der schützende Effekt bei Patienten im Alter von 60 Jahren und älter. Sensitivitätsanalysen bestätigten die Robustheit dieser Ergebnisse. Die Studie unterstreicht die Bedeutung gesundheitsbewusster Lebensstilinterventionen (healthy lifestyles) zur Krebsprävention bei Gichtpatienten, speziell bei älteren Personen.
Fehlerhafte Selbsteinschätzung von Diät-Adhärenz
Die Studie befasste sich mit der Diskrepanz zwischen der selbstberichteten und geschätzten Einhaltung von Low-Carb- und Low-Fat-Diäten bei US-amerikanischen Erwachsenen. Eine Fehlcharakterisierung (Mischaracterization) der Ernährung / Nahrungsaufnahme von Patienten ist hierbei ein häufiges Problem. 30.219 Teilnehmer im Alter von 20