In einer randomisierten Studie mit 28 gesunden Studentinnen wurde der Einfluss eines dreimal wöchentlich 80-minütigen Streetdance-Trainings über 18 Wochen auf die kognitive Leistungsfähigkeit und die präfrontale Hirnaktivität untersucht. Mit funktioneller Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) wurde vor und nach der Intervention die Sauerstoffversorgung (HbO₂) im präfrontalen Kortex bei drei kognitiven Tests (2-back, Stroop, More-Odd Shifting) gemessen. Die Tanzgruppe zeigte signifikante Steigerungen der HbO₂-Level in wichtigen Hirnarealen, was mit einer besseren Genauigkeit und schnelleren Reaktionszeiten bei den Aufgaben einherging. Besonders das Arbeitsgedächtnis, die inhibitorische Kontrolle und die kognitive Flexibilität profitierten vom Training, was auf eine gestärkte kognitive Reserve hinweist. Die Studie unterstützt Streetdance als vielversprechende, koordinativ anspruchsvolle Bewegungstherapie zur frühzeitigen Prävention kognitiven Abbaus.
Speichel cf-mtDNA als Biomarker für psychischen Stress
In einer Studie mit gesunden Probanden aus der MiSBIE-Kohorte (n=68, 66 % Frauen) zeigte sich, dass zellfreie mitochondriale DNA (cf-mtDNA) in Speichel innerhalb von nur 10 Minuten nach akuter psychischer Belastung stark ansteigt – im Mittel um 280 %. Im Vergleich dazu