Primäre Kniearthrose beginnt mit strukturellem Knorpelschaden, der eine selbstverstärkende Entzündungsreaktion auslöst, welche die Knorpeldegeneration weiter vorantreibt. Die aktuelle Standardtherapie fokussiert auf symptomatische Behandlung mit intraartikulären Kortison- und Hyaluronsäure-Injektionen, die allerdings den Krankheitsverlauf nicht verlangsamen. Die Übersichtsarbeit fasst experimentelle Behandlungsansätze zusammen, die auf die biochemischen Mechanismen der Knorpeldegradation abzielen. Dazu gehören bioengineerte Steroid-Hydrogel-Injektionen, ex vivo expandierte allogene Stammzellinjektionen, genetisch modifizierte Chondrozyteninjektionen sowie zahlreiche genetische Therapieformen, wie rekombinante Wachstumsfaktoren, Proteinaseinhibitoren, senolytische Therapien, Antioxidantien, Wnt- und NF-kappaβ-Inhibitoren, modifizierte Angiopoietin-like-3 Varianten, verschiedene virale Vektorsysteme und RNA-basierte Therapien. Obwohl bisher keine dieser Therapien von der FDA zugelassen ist, zeigen die neuen Ansätze vielversprechendes Potential zur zellulären Regeneration des Knorpels und damit zur langfristigen Beeinflussung der Arthroseentwicklung.
Kombination von Guanidinoessigsäure und Kreatin
Diese randomisierte, doppelblinde Studie untersuchte die Wirkung einer Kombination von Guanidinoessigsäure (GAA) und Kreatin im Gegensatz zu Kreatin allein. Vierzehn gesunde junge Männer erhielten entweder eine Mischung von 1 Gramm GAA und 3 Gramm Kreatin oder 4 Gramm Kreatin täglich