Die Meta-Analyse fasst Daten aus 54 Effektschätzungen zusammen und zeigt, dass Mitgefühl für andere signifikant positiv mit verschiedenen Facetten des Wohlbefindens assoziiert ist, darunter psychisches, kognitives und soziales Wohlbefinden sowie positive Affekte. Der Zusammenhang ist moderat (r = 0,26) und unabhängig von Alter, Geschlecht oder geografischer Region. Weniger stark war der Effekt beim negativen Affekt. Zusätzlich wurden sechs Effektschätzungen aus Interventionsstudien ausgewertet, die Mitgefühls-Training untersuchten. Hier zeigen sich moderate Verbesserungen im Wohlbefinden, was erste Hinweise auf eine kausale Wirkung gibt. Allerdings fehlen konsistente Kontrollgruppenvergleiche, sodass endgültige kausale Schlussfolgerungen aktuell noch eingeschränkt sind. Die Analyse unterstreicht, dass Mitgefühl für andere eine eigenständige und bedeutende Ressource für das Wohlbefinden darstellt.
Achtsamkeitsmeditation beeinflusst Gehirn- und Immunfunktion
Eine randomisierte, kontrollierte Studie untersuchte die Auswirkungen eines achtwöchigen Achtsamkeitsmeditationsprogramms (mindfulness meditation) auf Gehirn- und Immunfunktion bei gesunden Berufstätigen. 25 Teilnehmer absolvierten das Meditationsprogramm, während 16 Personen einer Wartelisten-Kontrollgruppe zugeordnet wurden. Die elektrische Hirnaktivität wurde vor, unmittelbar nach sowie vier