Diese epidemiologische Beobachtungsstudie analysierte 852 Menstruationszyklen und 80 Verletzungen bei 33 weiblichen Elite-Fußballspielerinnen von 2019 bis 2023. Die Verletzungsinzidenz betrug insgesamt 6,42 pro 1000 Trainings- und Spielstunden, ohne signifikante Unterschiede zwischen der Menstruations- (5,46 pro 1000 h) und der Nicht-Menstruationsphase (6,60 pro 1000 h; p = 0,55). Muskelverletzungen waren mit 57,5 % am häufigsten, gefolgt von Band- und Sehnenverletzungen. Trotz gleichbleibender Verletzungsrate führte die Menstruationsphase zu einer deutlich höheren Verletzungsdauer (684 vs. 206 Tage pro 1000 Stunden; p = 0,0027), was auf schwerere Verletzungen während der Menstruation hinweist. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung eines individuellen Menstruationstrainingsmonitorings, um Trainingsbelastung, Gesundheitsmanagement und Prävention bei weiblichen Athletinnen zu optimieren. Weitere Studien mit direkter hormoneller Messung sind notwendig, um diese Beobachtungen zu validieren und gezielte Trainings- und Erholungsstrategien zu entwickeln.
Integration von Mind-Body-Medizin in die Sportmedizin
Der Artikel beschreibt, wie sich die Sportmedizin, die über ein erhebliches gesundheitserhaltendes Potenzial verfügt, von einer überwiegend auf den Wettkampfsport konzentrierten diagnostischen Disziplin zu einem ganzheitlichen, konservativen und multidisziplinären Therapieansatz entwickelt. Besonders die Integration von Mind-Body-Medizin wird als vielversprechender Ansatz