Bewegung statt Schonung! Kreuzschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden und betreffen im Laufe des Lebens etwa vier von fünf Menschen. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) betont, dass insbesondere bei akuten, funktionellen Kreuzschmerzen meist keine schwerwiegende Ursache vorliegt und körperliche Aktivität der Erholung förderlich ist. Statt Schonung werden regelmäßige Positionswechsel, kurze Bewegungspausen und moderate Aktivitäten wie Spazierengehen empfohlen. Auch gezielte Mobilisations- und Dehnübungen können zur Verbesserung der Beweglichkeit und zur Lockerung der Muskulatur beitragen. Als einfache Übung wird die aus dem Yoga bekannte „Katze-Kuh“-Bewegung genannt, bei der die Wirbelsäule kontrolliert zwischen Flexion und Extension bewegt wird. Bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten oder intensiven Sporteinheiten sollte die Belastung nach längeren Pausen schrittweise gesteigert werden. Wärme oder Kälte können ergänzend eingesetzt werden. Bei sogenannten Red Flags, etwa neurologischen Ausfällen, Fieber, starken nächtlichen Schmerzen oder vorausgegangenem Trauma, ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Pressemitteilung der DGOU (14.03.2025)