Die Studie zeigt, dass die bewusste Steuerung der Atemfrequenz vielfältige Vorteile für Gesundheit und Leistung bietet. Slow-paced breathing mit etwa sechs Atemzügen pro Minute aktiviert den Parasympathikus über den Nervus vagus, was zu einer Senkung der Herzfrequenz, Entspannung und besserer kognitiver Leistungsfähigkeit, etwa bei Entscheidungsfindung und emotionaler Regulation, führt. Fast-paced breathing mit 25 bis 60 Atemzügen pro Minute aktiviert den Sympathikus, steigert Herzfrequenz und Energie für kurzfristige körperliche Höchstleistungen wie Sprint oder Krafttraining. Die zugrunde liegende Herzfrequenzvariabilität (respiratorische Sinusarrhythmie) verdeutlicht die Wechselwirkung zwischen Atmung und Herzaktivität. Praktische Empfehlungen umfassen Atemtechniken zur Bauchatmung und die Nutzung von Atemtrainern oder Apps, die das Tempo vorgeben. Einsatzbereiche sind Sportwettkämpfe, Prüfungen oder Stresssituationen, bei denen entweder Entspannung oder Aktivierung erwünscht ist. Studien belegen auch die Verbesserung der Handgriffstärke durch schnelles Atmen und berichteten Entspannungs- und Stressreduktionseffekte durch langsames Atmen bei Athleten. Die Forschung unterstreicht Atemkontrolle als effektives, jederzeit verfügbares Tool zur Optimierung von Körper und Geist.
Mosley E, Felton M, Kavanagh E, Iskra M, Salvotti C, Zammit N and Laborde S (2026) How Breathing Faster or Slower Can Improve Performance and Wellbeing. Front. Young Minds. 14:1603451. doi: 10.3389/frym.2025.1603451