Diese Studie vereint die divergierenden Ergebnisse zu Dehnübungen und bietet evidenzbasierte Empfehlungen zur Anwendung. Ein Expertenpanel aus 20 Fachleuten analysierte bestehende systematische Übersichtsarbeiten und entwickelte Leitlinien zu den langfristigen und akuten Effekten von Dehnungen auf Bewegungsumfang, Muskelsteifheit, vaskuläre Gesundheit und Verletzungsprävention. Es wurde Konsens darüber erzielt, dass sowohl akute als auch chronische Dehnungen die Beweglichkeit verbessern und die Muskelsteifheit reduzieren, was jedoch nicht immer wünschenswert ist. Darüber hinaus könnte chronisches Dehnen die Gefäßgesundheit fördern, wenngleich weitere Forschung nötig ist. Im Gegensatz dazu trägt Dehntraining nicht substanziell zum Muskelwachstum bei, bietet keine umfassende Strategie zur Verletzungsprävention, verbessert die Körperhaltung nicht und steigert nicht akut die Erholung nach dem Sport.
Harnstoff-Kreatinin-Verhältnis (UCR) als Biomarker bei Ernährungsunterstützung
Die Beurteilung des Katabolismus eines Patienten in der klinischen Praxis ist eine Herausforderung, kann aber als Orientierungshilfe für Ernährungsinterventionen dienen. Das Harnstoff-Kreatinin-Verhältnis (UCR) spiegelt den Muskelabbau und den Proteinstoffwechsel wider und wird mit dem Risiko einer Überernährung und unerwünschter Folgen