Die Studie basiert auf der ‚Circulatory Risk in Communities Study‘ mit 3.739 japanischen Teilnehmern im Alter von 40-64 Jahren, deren Ballaststoffaufnahme zwischen 1985 und 1999 erfasst wurde. Im Zeitraum 1999 bis 2020 traten 670 Fälle von pflegebedürftiger Demenz auf. Die Aufnahme von Ballaststoffen, vor allem löslicher Ballaststoffe, wie z.B Beta-Glucan (Hafer, Gerste) war invers (umgekehrt proportional) mit dem Risiko für pflegebedürftige Demenz assoziiert. Die Hazard Ratios waren 0.83, 0.81 und 0.74 für die jeweils höheren Quartile des Ballaststoffkonsums verglichen mit dem niedrigsten Quartil. Diese Assoziation galt insbesondere für Demenzfälle ohne Schlaganfallgeschichte. Bei ballaststoffhaltigen Lebensmitteln zeigte sich eine ähnliche Assoziation für Kartoffeln, jedoch nicht für Gemüse oder Obst.
Ballaststoffergänzung bei rheumatoider Arthritis
Die ‚Superfibre‘ Studie war eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Untersuchung mit rheumatoider Arthritis (RA)-Patienten. Sie untersuchten den Effekt von 12 g/Tag Inulin über 30 Tage im Vergleich zu Placebo. Die EULAR-Ansprechrate war mit Ballaststoffergänzung signifikant höher (OR 4.65, 95% CI 1.15–18.9;