Wadenzerrungen zählen zu den häufigen Sportverletzungen und weisen insbesondere im Wettkampf eine hohe Rezidivrate auf. Die narrative Übersichtsarbeit Calf Strains in Athletes untersucht den Stellenwert bildgebender Verfahren und verschiedener Verletzungsgradierungen für die Prognose der Sportfähigkeit. Ultraschall und Magnetresonanztomografie (MRT) liefern wichtige Informationen zur Einschätzung der Verletzungsschwere und zur Abschätzung der Erholungsdauer. Allerdings erwies sich kein Verfahren und kein Grading-System als durchgehend überlegen. Für die Return-to-Sport-Entscheidung bleibt die klinische Untersuchung maßgeblich. Empfohlen wird daher ein integrativer Ansatz, der Bildgebung und klinische Befunde kombiniert. Einheitlichere Klassifikationssysteme und Bildgebungsprotokolle könnten künftig die Prognose verbessern.
Pagan-Rosado, R., Troyer, W., Rosario-Concepcion, R. et al. Calf Strains in Athletes: A Narrative Review of Management, Injury Grading, and Return to Sport. Sports Med – Open 11, 158 (2025). https://doi.org/10.1186/s40798-025-00960-4