Eine Meta-Analyse untersuchte die Effekte mindfulness-basierter Interventionen (MBI) auf Wettkampfangst bei Athleten. Eingeschlossen wurden 18 kontrollierte Studien mit 667 Teilnehmern. Insgesamt zeigte sich eine moderate Reduktion der Wettkampfangst (g = −0,53; 95%-KI −0,74 bis −0,32), wobei der Effekt auf kognitive Angst (g = −0,58) stärker war als auf somatische Angst (g = −0,41). Der Kontrollgruppentyp erwies sich als einziger signifikanter Moderator: Gegenüber Wartelistenkontrollen zeigte sich ein moderater Effekt (g = −0,66), gegenüber aktiven Kontrollgruppen hingegen nahezu kein Effekt (g = −0,05). Aufgrund von nur drei direkten Vergleichen ist diese Aussage jedoch vorläufig. Eine Trim-and-Fill-Analyse ergab einen adjustierten Gesamteffekt von g = −0,44. Die Ergebnisse sprechen dafür, MBI als eine mögliche Option zur Unterstützung bei Wettkampfangst zu betrachten, insbesondere bei kognitiven Symptomen. Eine Überlegenheit gegenüber etablierten Verfahren wie Psychological Skills Training oder rational-emotiver Verhaltenstherapie ist nicht belegt. Die Auswahl sollte sich daher an individuellen Präferenzen und Zielen orientieren.
Chen K, Xing Y. Mindfulness-based interventions for competitive anxiety in athletes: the moderating role of control type-Preliminary evidence from a systematic review and meta-analysis. Front Psychol. 2026 May 28;17:1832397. doi: 10.3389/fpsyg.2026.1832397. PMID: 42293928; PMCID: PMC13253276.