Die Studie untersuchte die akuten Auswirkungen eines 30-minütigen finnischen Saunagangs bei 73 °C auf das Immunsystem. Bei 51 Erwachsenen stieg die Körpertemperatur von durchschnittlich 36,4 auf 38,4 °C. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der weißen Blutkörperchen. Besonders Neutrophile und Lymphozyten nahmen unmittelbar nach der Sauna zu, normalisierten sich jedoch nach 30 Minuten wieder. Monozyten, Eosinophile und Basophile blieben länger erhöht. Von 37 untersuchten Zytokinen veränderten sich nur zwei signifikant. Zudem wurden 18 Zusammenhänge zwischen dem Temperaturanstieg und Zytokinveränderungen festgestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass Hitzestress kurzfristig Immunzellen mobilisiert und immunologische Signalwege beeinflusst. Dies könnte teilweise erklären, warum regelmäßiges Saunabaden mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden wird.
Heinonen, I. H. A., Koivula, T., Hollmén, M., Immonen, J., Kunutsor, S. K., Jalkanen, S., & Laukkanen, J. A. (2026). Acute Finnish sauna heat exposure induces stronger immune cell than cytokine responses. Temperature, 13(2), 186–199. https://doi.org/10.1080/23328940.2026.2645467