In der prospektiven Kohortenstudie mit 103.649 Teilnehmern der UK Biobank wurde über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 10,6 Jahren der Zusammenhang zwischen fünf gesunden Ernährungsweisen und der Gesamtsterblichkeit sowie der Lebenserwartung untersucht. Es wurden 4314 Sterbefälle dokumentiert. Die analysierten Ernährungsweisen waren der Alternate Healthy Eating Index-2010 (AHEI), die Alternate Mediterranean Diet (AMED), der healthful Plant-based Diet Index (hPDI), die Dietary Approaches to Stop Hypertension (DASH) und die Diabetes Risk Reduction Diet (DRRD). Alle Muster zeigten eine signifikante Assoziation mit einer niedrigeren Sterblichkeit und einer längeren Lebenserwartung. Der stärkste Effekt ergab sich für die DRRD bei Männern (3,0 Jahre längere Lebenserwartung beim Vergleich zwischen oberstem und unterstem Quintil) und für die AMED bei Frauen (2,3 Jahre längere Lebenserwartung). Diese Vorteile blieben trotz Einbeziehung eines genetischen Langlebigkeitsrisikoscores bestehen, was bedeutet, dass gesunde Ernährung die Lebenserwartung unabhängig von genetischen Langlebigkeitsgenen verbessert. Die Analyse wurde umfassend für demografische, Lebensstil- und Gesundheitsfaktoren adjustiert. Die Studie betont den hohen Stellenwert gesunder Ernährungspatterns zur Förderung eines längeren Lebens und reduziertem Mortalitätsrisiko.
Lv Y, Song J, Ding D, Luo M, He FJ, Yuan C, MacGregor GA, Liu L, Chen L. Healthy dietary patterns, longevity genes, and life expectancy: A prospective cohort study. Sci Adv. 2026 Feb 13;12(7):eads7559. doi: 10.1126/sciadv.ads7559. Epub 2026 Feb 13. PMID: 41686892; PMCID: PMC12904179.