Insgesamt wurden 63 Studien mit 81 Meta-Analysen, 1079 Einzelstudien und 79.551 Teilnehmern einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass Bewegung (Exercise) depressive Symptome um einen standardisierten Mittelwert von -0,61 (95 % CI -0,69 bis -0,54) und Angstsymptome um -0,47 (95 % CI -0,59 bis -0,36) reduziert. Aerobes Training hatte den stärksten Einfluss auf beide Symptome. Besonders junge Erwachsene (18-30 Jahre) und postnatale Frauen profitierten am meisten von Bewegung im Hinblick auf depressive Symptome. Gruppen- und betreute Trainingssettings führten zu größeren Verbesserungen der Depression. Für die Reduktion von Angst waren kürzere und weniger intensive Trainings besonders wirksam. Die Studie unterstreicht, dass bewegungsbasierte Interventionen vielfältig und anpassbar sind und eine evidenzbasierte, kosteneffiziente Unterstützung für Menschen mit Depression und Angst bieten können.
Multimodale molekulare Anpassungen des Skelettmuskels
Diese groß angelegte Studie integrierte genomische, epigenetische (DNA-Methylierung), transkriptionelle und proteomische Daten aus 2.340 Muskelproben von über 1.000 Teilnehmenden, um die molekularen Grundlagen der Trainingsanpassung zu entschlüsseln. Die Analyse zeigte fünf Schlüsselgene als stabile Marker der Trainingsantwort, die durch Transkriptionsfaktoren