In dieser Querschnittsstudie mit 621 17-Jährigen aus der Raine Study wurde die Ballaststoffaufnahme mittels Fragebogen erfasst und mit inflammatorischen Markern wie hs-CRP, Leptin und Adiponectin assoziiert. Während anfänglich höhere Gesamtballaststoffmengen mit niedrigeren Leptin- und Adiponectinwerten einhergingen, verloren diese Zusammenhänge nach Anpassung für Geschlecht, anthropometrische Daten und Lebensstilfaktoren ihre Signifikanz. Auffällig blieb jedoch der signifikante negative Zusammenhang zwischen Getreide- und Zerealienfasern und Leptinspiegeln, auch nach vollständiger Adjustierung (β = -0,06, 95%-KI -0,10 bis -0,01). Die Ergebnisse legen nahe, dass eine höhere Aufnahme von Ballaststoffen bei Jugendlichen mit einer Reduktion von Leptin verbunden ist, was potenziell niedriggradige chronische Entzündungsprozesse mindern und so langfristig gesundheitliche Vorteile fördern könnte. Eine hohe Ballaststoffzufuhr wird mit einer Verbesserung von Entzündungszuständen bei Erwachsenen in Verbindung gebracht.
Omega-3-Fettsäuren, Telomerase und kognitive Funktionen
Kognitiver Abbau ist ein zentrales Merkmal des Gehirnalters. Die Leukozyten-Telomerlänge wird als potenzieller Biomarker für Gehirnalterung und Neurodegeneration diskutiert, wobei Studien bezüglich ihrer Assoziation mit kognitiven Leistungen uneinheitlich sind. Langkettige Omega-3-Polyungesättigte Fettsäuren wie DHA und EPA besitzen entzündungshemmende und antioxidative