Ziel der Arbeit war es, die therapeutische Relevanz der Relaxation Response (RR) bei stressbedingten Krankheiten zu analysieren. Die Forschung zeigt, dass die RR ein wirksames Instrument ist, um verschiedene stressbedingte Prozesse und gesundheitliche Einschränkungen, insbesondere in immunologischen, kardiovaskulären und neurodegenerativen Erkrankungen sowie psychischen Störungen, zu mildern. Die RR beeinflusst molekulare Mechanismen wie die Stickstoffmonoxidproduktion (NO): Während konstitutive oder niedrige NO-Level schützend wirken können, fördern hohe, induzierte NO-Level schädliche Prozesse. In frühen oder milden Krankheitsstadien bleibt eine hohe Flexibilität im biologischen und physiologischen System erhalten, bei der RR-Techniken besonders wirksam sind. Die RR kann somit als ergänzende Therapie in professionellen Stressmanagement- und Mind-Body-Medizin-Programmen sowie zur primären und sekundären Prävention eingesetzt werden. Weitere Studien sind erforderlich, um die komplexe Physiologie der RR und deren Einfluss auf stressbedingte Erkrankungen besser zu verstehen.
Stickstoffmonoxid (NO) in diesem Kontext:
- NO wird als möglicher gemeinsamer molekularer Vermittler zwischen Stressreaktion, Pathophysiologie stressassoziierter Erkrankungen und RR-induzierten Prozessen beschrieben.
- Konstitutive / Low-Output-NO-Produktion: potenziell protektiver oder modulierender Zusammenhang.
- Induzierbare / High-Output-NO-Freisetzung: mögliche Beteiligung an nachteiligen Krankheitsprozessen.
- In frühen/milden Stadien könnten günstige RR-Effekte über konstitutive NO-Signalwege vermittelt sein.