Die Studie untersuchte 19 gesunde Langzeitpraktizierende der täglichen Entspannungsreaktion / relaxation response (RR), 19 Kontrollpersonen ohne RR-Erfahrung (N(1)) und 20 Kontrollpersonen, die ein 8-wöchiges RR-Training absolvierten (N(2)). Insgesamt wurden 2209 Gene bei Langzeitpraktizierenden und 1561 Gene bei Kurzzeit-Trainierenden im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant unterschiedlich exprimiert (p<0,05), davon 433 Gene, die in beiden Gruppen überlappen (p<10^-10). Funktionelle Analysen zeigten Veränderungen in Bereichen wie Zellstoffwechsel, oxidativer Phosphorylierung, Bildung reaktiver Sauerstoffspezies und der Reaktion auf oxidativen Stress. Diese Veränderungen deuten darauf hin, dass die RR auf genetischer Ebene Mechanismen aktiviert, die zellulären Schäden durch chronischen psychologischen Stress entgegenwirken können. Eine unabhängige Validierung mit weiteren Probanden bestätigte die Ergebnisse. Diese Erkenntnisse liefern erstmals starke genomische Evidenz für spezifische RR-induzierte Genexpressionsmuster und deren potenzielle Bedeutung für langfristige physiologische Effekte und Krankheitsmodulation.
Onkologische Bewegungstherapie in Deutschland
Die Studie untersucht die Implementierung von Bewegungstherapie als Standardversorgung in der Onkologie in Deutschland. Es wird ein Protokoll vorgestellt, das darauf abzielt, bestehende Barrieren zu identifizieren und Strategien zu entwickeln, um diese zu überwinden. Ziel ist es, die Lebensqualität von