Die Metaanalyse umfasst Daten aus 17 Studien, die 2025 veröffentlicht wurden, und analysiert Patienten mit ACL-Rupturen, welche mit oder ohne Suture Tape Augmentation (SA) operiert wurden. Die Auswertung der Daten zeigte, dass SA nach der Operation funktionelle Scores wie den International Knee Documentation Committee Score (IKDC), Marx Activity Scale, Knee Injury and Osteoarthritis Outcome Score (KOOS), Veterans RAND 12-Item Health Survey (VR-12) physisch sowie die Schmerzwerte (VAS) deutlich verbessert im Vergleich zu präoperativen Ergebnissen. Im direkten Vergleich mit herkömmlichen chirurgischen Verfahren ohne SA ergaben sich jedoch nur für die Selbstbewertungsnummern (SANE) und die Schmerzlinderung (VAS) signifikante Vorteile. Zudem war die anteroposteriore Kniegelenkslaxität (KT-1000) bei den traditionellen Operationsmethoden besser. Weitere funktionelle Scores wie Lysholm, Tegner Activity Score, IKDC, VR-12 physisch und die Rückkehrzahl zum Sport zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen. Die Autoren schließen, dass der Zusatz von SA gegenüber traditionellen Methoden keine wesentliche Verbesserung der funktionellen Ergebnisse oder Heilung bewirkt, was möglicherweise durch Stress-Shielding-Effekte oder die Auswahl entsprechender Patienten durch Chirurgen bedingt sein könnte. Für validere Aussagen werden mehr randomisierte kontrollierte Studien mit größeren Probandenzahlen und längeren Nachbeobachtungszeiten gefordert.
Tang P, Cao Y, Zhu Y, Tan H, Li H, Xiao W, Wen T, Zhang J, Li Y, Liu S. Suture tape augmentation in the management of anterior cruciate ligament ruptures: a systematic review and meta-analysis. J Orthop Traumatol. 2025 May 24;26(1):32. doi: 10.1186/s10195-025-00845-y. PMID: 40411631; PMCID: PMC12103404.