Schlafstörungen treten häufig bei Patienten mit gastrointestinalen (GI) Erkrankungen auf, wobei eine bidirektionale Beziehung zwischen Schlaf und GI-Symptomen besteht, die durch gemeinsame biopsychosoziale und kognitiv-behaviorale Mechanismen, wie etwa eine veränderte Stressreaktion, beeinflusst wird. Die Behandlung von Schlafproblemen kann somit auch die begleitenden GI-Symptome positiv beeinflussen. Neben etablierten pharmakologischen und kognitiv-behavioralen Therapien (zum Beispiel CBT-I) sind Mind-Body-Interventionen (wie Achtsamkeit, Entspannungstechniken) vielversprechend, da sie auf Stressreduktion abzielen und sowohl die Schlafqualität als auch die gastrointestinalen Beschwerden sowie die Lebensqualität verbessern können. Die Autoren betonen jedoch, dass weitere qualitativ hochwertige Studien nötig sind, um den Nutzen dieser Ansätze umfassend zu evaluieren. Für klinische Praktiker bietet sich an, Patienten über die Integration von Mind-Body-Methoden in ihre Behandlung zu beraten.
Thakur ER, Tran T, Duarte BA, Horrigan JM, Lampe EW, Said H, Salwen-Deremer JK. Mind-Body Interventions for Comorbid Sleep and Gastrointestinal Concerns. Curr Sleep Med Rep. 2025;11(1):37. doi: 10.1007/s40675-025-00348-6. Epub 2025 Dec 16. PMID: 41415802; PMCID: PMC12708811.