Die Studie verfolgte das Ziel, die Veränderungen der freien Testosteron- und Cortisol-Konzentrationen nach Masturbation zu analysieren. In einer dreigeteilten, einfach-verblindeten Cross-Over-Studie wurden die Effekte der Masturbation mit visuellem Stimulus mit einem visuellen Stimulus ohne Masturbation und der natürlichen hormonellen Kinetik von gesunden jungen Männern verglichen. Es wurde ein signifikanter Anstieg der freien Testosteronkonzentrationen nach Masturbation (p < 0.01) und visuellem Stimulus (p < 0.05) festgestellt, während keine Veränderungen in den Verhältnissen von Gesamt-Testosteron, freiem Testosteron und Cortisol beobachtet wurden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Masturbation möglicherweise die Konzentration an freiem Testosteron beeinflussen kann, es sind jedoch weitere Studien mit größeren Stichproben erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen.
Männliche Fruchtbarkeit, geistige Gesundheit (mental health) und sexuelle Funktion
Sinkende Geburtenraten lenken die Aufmerksamkeit auf die reproduktive Gesundheit von Männern, wobei Unfruchtbarkeit längst überfällige Aufmerksamkeit erhält. Neben genetischen und umweltbedingten Faktoren ist der Lebensstil ein wichtiger Risikofaktor. Die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Lebensstil und psychischer Gesundheit (mental health) und