Diese systematische Übersichtsarbeit mit Netzwerk-Metaanalyse umfasste 192 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 17.437 Patienten. Ziel war es, die relative Wirksamkeit und Verträglichkeit verschiedener Nutraceuticals bei depressiven Störungen zu vergleichen. Als primärer Endpunkt wurde die Veränderung der depressiven Symptome anhand der standardisierten mittleren Differenz (SMD) untersucht. Sekundäre Endpunkte waren Ansprechrate, Remissionsrate und Angstsymptome. Die Verträglichkeit wurde über Abbruchraten und Nebenwirkungen bewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass als Ergänzung zu Antidepressiva insbesondere Kombinationen mit Eicosapentaensäure + Docosahexaensäure (EPA + DHA), S-Adenosylmethionin (SAMe), Curcumin, Zink, Tryptophan und Folat signifikante Verbesserungen der depressiven Symptome erzielten (SMDs von 0,64 bis 1,59). Auch als Monotherapie waren EPA + DHA, SAMe, Curcumin und Safran wirksam und teilweise den Antidepressiva überlegen (SMDs von 0,52 bis 0,69). Die Verträglichkeit der Nutraceuticals war vergleichbar mit Placebo. Diese Ergebnisse belegen, dass bestimmte Nutraceuticals eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zur klassischen antidepressiven Therapie darstellen können.
Niedrigeres Depressionsrisiko bei höherem Kreatinkonsum
Diese Studie untersucht die Beziehung zwischen diätetischer Kreatinaufnahme und Depressionsrisiko bei US-Erwachsenen anhand von Daten der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) von 2005 bis 2012. Insgesamt wurden 22.692 Teilnehmende über 20 Jahren betrachtet. Mittels angepasster logistischer Regressionsmodelle wurde