In dieser prospektiven Kohortenstudie wurden Daten von 9432 Patienten mit sportorthopädischen Verletzungen aus dem Deutschen Arthroskopieregister (DART) von November 2017 bis Januar 2025 ausgewertet. Die Lebensqualität wurde mittels EuroQol-Index (EQ) und visueller Analogskala (EQ-VAS) vor Operation erfasst. Die höchsten EQ-Werte wiesen Patienten mit Schulterverletzungen (Mittelwert 0,744 ± 0,22) auf, die niedrigsten Patienten mit Sprunggelenksverletzungen (0,692 ± 0,26). Auf der EQ-VAS-Skala waren Sprunggelenksverletzte am höchsten (66,30 ± 22,1), Hüftpatienten am niedrigsten (62,41 ± 19,9). Signifikante Unterschiede zwischen den Gelenkgruppen wurden bestätigt (p < 0,001). Innerhalb der Verletzungstypen erzielten Patienten mit Meniskusläsionen und zukünftiger Resektion sowie mit erneuter Kreuzbandruptur die höchsten Lebensqualitätswerte, während Patellainstabilität und Ruptur des Hinteren Kreuzbands die geringsten Werte zeigten. Die Studie unterstreicht die deutliche Einschränkung der Lebensqualität bei sportorthopädischen Verletzungen, insbesondere vor chirurgischer Behandlung und empfiehlt eine stärkere Integration von Lebensqualitätsmessungen und psychischer Gesundheitsförderung in orthopädische Versorgung und Forschung, um ganzheitlichere, patientenorientierte Behandlungsstrategien zu gewährleisten.
Der inflammatorische Reflex
Die Studie ‚The inflammatory reflex‘ beschreibt die Rolle des inflammatorischen Reflexes als einen Kommunikationsweg, der das autonome Nervensystem mit dem Immunsystem verbindet. Diese Interaktion erfolgt hauptsächlich über den Vagusnerv, der bei Aktivierung anti-inflammatorische Signale aussendet. Dies führt zur Hemmung der