In einer 18-monatigen Kohortenstudie mit 5205 erwachsenen Läufern (durchschnittliches Alter 45,8 Jahre, 22 % Frauen) wurden mittels Garmin-Daten relative Veränderungen der Laufdistanzen analysiert, um deren Einfluss auf Laufverletzungen zu untersuchen. Die Läufer wurden in vier Kategorien eingeteilt, je nach prozentualer Steigerung der jeweiligen Einzeldistanz im Vergleich zu den letzten 30 Tagen: bis 10 % Steigerung (Referenz), kleine Steigerung >10–30 %, moderate Steigerung >30–100 % und große Steigerung >100 %. Über 588.071 Sessions traten 1820 Verletzungen auf. Die Gefahr für Überlastungsverletzungen war signifikant erhöht bei kleinen Steigerungen (Hazard Ratio 1,64), moderaten (1,52) und großen Steigerungen (2,28). Die Analyse mit dem akuten-chronischen Arbeitslast-Verhältnis (ACWR) zeigte eine negative Dosis-Wirkungs-Beziehung, während keine signifikanten Zusammenhänge beim Wochen-zu-Wochen-Verhältnis gefunden wurden. Die Ergebnisse unterstreichen, dass eine Erhöhung der Laufdistanz einer einzelnen Einheit um mehr als 10 % im Vergleich zum längsten Lauf der letzten 30 Tage das Risiko für Überlastungsverletzungen signifikant ansteigen lässt. Dies liefert wichtige Hinweise für die Trainingsgestaltung in Laufprogrammen zur Verletzungsprävention.
Medizinischer Sachverstand und Künstliche Intelligenz
In der Diskussion um Künstliche Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen betont die Ärztekammer Westfalen-Lippe die Notwendigkeit einer stärkeren Einbindung von Ärztinnen und Ärzten in der Entwicklung und Anwendung von KI. Der Präsident Hans-Albert Gehle fordert, dass KI im Medizinstudium thematisiert und