In dieser systematischen Übersichtsarbeit wurden die Auswirkungen von Atemübungen auf psychologische und physiologische Ergebnisse in Bezug auf Angst und Stress bei Erwachsenen analysiert. Es wurden insgesamt 309 Studien gesichtet, von denen 19 die Einschlusskriterien erfüllten. Zwölf Studien berichteten über signifikante Verbesserungen bei Angstzuständen, während neun Studien über signifikante Verbesserungen bei Stress nach verschiedenen Atemübungsinterventionen berichteten. Keine der Studien meldete unerwünschte Ereignisse. Die Ergebnisse legen nahe, dass Atemübungen eine sichere und effektive Methode zur Verringerung von Angst und Stress darstellen, die besonders von Pflegepersonal integriert werden kann. Es besteht jedoch weiterhin eine begrenzte Evidenz aus groß angelegten randomisierten kontrollierten Studien, was weitere Untersuchungen erforderlich macht.
Atmung und autonomes Nervensystem
Die Studie untersucht die physiologischen Auswirkungen des pranayamischen Atmens, bei dem die Atembewegung manipuliert wird, um das autonome Nervensystem zu beeinflussen. Dieses langsame, tiefe Atmen führt zu einer reduzierten Sauerstoffaufnahme, Herzfrequenz und Blutdruck sowie einer erhöhten Theta-Wellen-Amplitude im EEG und