Atmung ist ein lebenswichtiger rhythmischer motorischer Vorgang mit einem überraschend breiten Einfluss auf Gehirn und Körper. Es wird zunehmend Evidenz dafür beschrieben, dass Atmungsmuster (z. B. Frequenz, Tiefe, Rhythmuswechsel) mit emotionalen und kognitiven Prozessen gekoppelt sind. Volitionelle Atemkontrolle (z. B. meditative Atemtechniken) kann emotionale Zustände günstig beeinflussen, etwa Angst reduzieren, was therapeutisches Potenzial besitzt. Die Arbeit beschreibt verschiedene neuronale Pfade, über welche Atemrhythmen zu limbischen und kortikalen Strukturen gelangen und dort die neuronale Dynamik modulieren. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Ansätze, Atmung als Effektor für emotional-kognitive Interventionen zu nutzen und liefern Einblicke in neurophysiologische Grundlagen von Mikronetzwerkdynamiken in zentralen Mustergeneratoren.
Mind-Body-Medizin: Psychoneurophysiologische Wirkmechanismen der Selbstheilung
Die Mind-Body-Medizin (MBM) setzt auf Selbstwirksamkeit des Menschen, um Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Der Beitrag beschreibt zwei Mechanismen: Top-down, bei dem mentale Prozesse körperliche Funktionen beeinflussen, und Bottom-up, bei dem körperliche Reize das Gehirn beeinflussen. Es wird untersucht, wie MBM chronischen