Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie untersuchte die Wirkung einer achtwöchigen Astaxanthin-Supplementierung auf oxidativen Stress, Entzündungsprozesse und Immunfunktion bei 42 gesunden jungen Frauen (Durchschnittsalter 21,5 Jahre). Die Teilnehmerinnen erhielten täglich 0, 2 oder 8 mg Astaxanthin. Die Immunantwort wurde zu Studienbeginn sowie nach vier und acht Wochen untersucht.
Die Astaxanthin-Konzentration im Plasma stieg dosisabhängig an. Nach vier Wochen reduzierte Astaxanthin einen Biomarker für DNA-Schädigung, während kein Einfluss auf die Lipidperoxidation festgestellt wurde. Nach acht Wochen war die Konzentration des C-reaktiven Proteins unter 2 mg Astaxanthin signifikant niedriger. Zudem zeigten sich Hinweise auf eine verbesserte Immunfunktion: Die mitogeninduzierte Lymphozytenproliferation und die zytotoxische Aktivität natürlicher Killerzellen nahmen zu. Auch die Gesamtzahl von T- und B-Zellen sowie die Tuberkulinreaktion waren teilweise erhöht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Astaxanthin bei gesunden jungen Frauen oxidative Belastung und Entzündungsmarker reduzieren und bestimmte Immunfunktionen modulieren kann.
Park, J.S., Chyun, J.H., Kim, Y.K. et al. Astaxanthin decreased oxidative stress and inflammation and enhanced immune response in humans. Nutr Metab (Lond) 7, 18 (2010). https://doi.org/10.1186/1743-7075-7-18