Die randomisierte kontrollierte CORDIOPREV-Studie (NCT00924937) untersuchte 1002 Patienten mit kardiovaskulärer Erkrankung über 7 Jahre, die entweder eine mediterrane oder fettarme Diät befolgten. Die Adhärenz wurde mittels eines 14-Punkte-MEDAS-Score für die mediterrane und eines 9-Punkte-Scores für die fettarme Diät erfasst. Die Inzidenz schwerer kardiovaskulärer Ereignisse nahm mit steigendem Adhärenzgrad signifikant ab. In der mediterranen Diätgruppe sank die MACE-Rate von 44,44 % bei einem MEDAS-Score <9 auf 10,81 % bei Scores >12. In der fettarmen Gruppe fiel die MACE-Rate von 37 % bei niedrigster Adhärenz auf 9,1 % bei höchster Adhärenz. Die adjustierten Hazard Ratios für die höchste versus niedrigste Adhärenz lagen bei 0,142–0,148 (mediterrane Diät) und 0,127–0,142 (fettarme Diät). Somit waren beide Diätformen bei hoher Befolgung mit einer 30–35 % niedrigeren kardiovaskulären Ereignisrate assoziiert. Die Studie unterstreicht die Bedeutung konsequenter Ernährungstherapie in der Langzeitsekundärprävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Delgado-Lista J, Alcala-Diaz JF, Torres-Peña JD, Quintana-Navarro GM, Arenas Larriva AP, Fuentes F, Garcia-Rios A, Yubero-Serrano EM, Rangel-Zuñiga OA, Camargo A, Rodriguez-Cantalejo F, Katsiki N, Perez-Martinez P, Lopez-Miranda J; CORDIOPREV Investigators. Incidence of major adverse cardiovascular events decreases with greater adherence to both Mediterranean and low-fat dietary patterns in secondary prevention patients: a randomized controlled trial. Eur J Intern Med. 2026 May;147:106733. doi: 10.1016/j.ejim.2026.106733. Epub 2026 Jan 28. PMID: 41611577.