In einer Untersuchung mit 20 gesunden jungen Erwachsenen (10 Frauen, durchschnittlich 24±4 Jahre) wurden drei passive Wärmeanwendungen getestet: heiße Wasserbäder (45 min bei 40,5°C), traditionelle Sauna (3x 10 min bei 80°C) und Infrarot-Sauna (45 min bei 45-65°C), jeweils mit mind. einer Woche Abstand. Die Körperkerntemperatur stieg am stärksten bei HWI (+1,1°C), signifikant mehr als bei TRAD (+0,4°C) und FIR (nahe Null). Das Herzzeitvolumen erhöhte sich am meisten bei HWI (+3,7 L/min) im Vergleich zu TRAD (+2,3 L/min) und FIR (+1,6 L/min). Immunologisch war HWI die einzige Methode, die einen signifikanten Anstieg von Interleukin-6 post-Wärmeexposition (+0,386 pg/mL), der natürlichen Killerzellen 24 Stunden und der CD8+ T-Zellen 24 und 48 Stunden nach Wärmeanwendung auslöste. Die traditionelle Sauna zeigte moderate Effekte, während die Infrarot-Sauna die geringsten thermoregulatorischen, kardiovaskulären und immunologischen Reaktionen hervorrief. Diese Ergebnisse belegen, dass heiße Wasserbäder als passive Wärmetherapie die stärkste physiologische Belastung und potenziell immunmodulierende Wirkung besitzen, was für den Einsatz in Sportmedizin und regenerative Therapie relevant ist.
Atencio JK, Reed EL, Wiedenfeld Needham K, Lucernoni KM, Comrada LN, Halliwill JR, Minson CT. Comparison of thermoregulatory, cardiovascular, and immune responses to different passive heat therapy modalities. Am J Physiol Regul Integr Comp Physiol. 2025 Jul 1;329(1):R20-R35. doi: 10.1152/ajpregu.00012.2025. Epub 2025 May 7. PMID: 40332494; PMCID: PMC13178818.