Die Untersuchung zeigt, dass PRP-Injektionen die Zeit bis zur Rückkehr zum Sport bei akuten Hamstring-Verletzungen im Vergleich zu Kontrollbehandlungen im Mittel um 8,6 Tage reduzieren (21,4 vs. 30,0 Tage) bei statistischer Signifikanz (p=0,045), wenn auch mit hoher Heterogenität (I²=94,1%). Die Wiederverletzungsraten (15% bei PRP vs. 16% Kontrolle) und die Häufigkeit von Nebenwirkungen (1% vs. 0%) unterschieden sich nicht signifikant. Die Sicherheit wird somit als gegeben eingeschätzt. Die Evidenzqualität wurde aufgrund von möglichem Bias und einer eingeschränkten Präzision als von niedrig bis moderat bewertet. Besonders unter Bildgebungskontrolle appliziertes PRP scheint am effektivsten zu sein. Die Ergebnisse legen nahe, dass PRP als ergänzende Behandlung sinnvoll sein kann, weitere qualitativ hochwertige Studien sind jedoch notwendig, um die Anwendung bei Muskelverletzungen klar zu standardisieren und Empfehlungen zu untermauern.
Harnstoff-Kreatinin-Verhältnis (UCR) als Biomarker bei Ernährungsunterstützung
Die Beurteilung des Katabolismus eines Patienten in der klinischen Praxis ist eine Herausforderung, kann aber als Orientierungshilfe für Ernährungsinterventionen dienen. Das Harnstoff-Kreatinin-Verhältnis (UCR) spiegelt den Muskelabbau und den Proteinstoffwechsel wider und wird mit dem Risiko einer Überernährung und unerwünschter Folgen